Grand Hotel Itzling • Broadway Itzling
...ein Stadtteil im Glanz seiner Geschichte(n)
Die Itzlinger Hauptstraße – einst Prachtstraße, Flaniermeile und Hauptversorgungsader, eine Straße im Zentrum des Alltags, voller Leben und Gelebtem. Und heute? Geschlossene Geschäfte, leere Schaufenster, kaum noch Familienbetriebe, die Geschichten haben sich in die Privaträume zurückgezogen, alles bleibt hinter verschlossenen Türen.
„ohnetitel“ fügt sich ein in den Reigen der sporadisch neu eröffnenden Geschäfte, die hier ebenso plötzlich, wie sie aufsperren, wieder schließen. Wir betreten den Dienstleistungssektor mit Ideen fürs Herz, von kurzer Zeit und dauerhafter Wärme. Nach dem „Warteraum für Winterreisende“ und dem „Postamt Mitzi“ wird das leerstehende Geschäftslokal N°6 nun zum „Grand Hotel Itzling“. Ein Hotel, das die Geschichten der Straße beherbergt und seine Lounge für Begegnungen mit der Vergangenheit und der Gegenwart öffnet. Wir beleuchten die Erinnerungen und geben ihnen eigene Räume. Die ganze Itzlinger Hauptstraße entlang, eine alte Prachtstraße erstrahlt im neuen Glanz. Als „Broadway Itzling“!
Ein leerstehendes Geschäftslokal wird zu einem Hotelfoyer eines fiktiven Hotels. Und die Hotelzimmer dieses »grand hotel itzling«: Die umliegenden, leerstehenden Geschäfte entlang der Itzlinger Hauptstraße. In den Schaufenstern: ganzflächige Projektionen. Kurze Filmsequenzen, poetische Einblicke in Geschichte und Leben eines Stadtteils.
Im Foyer erzählen sich die Itzlinger Geschichten weiter. Real mit den Hotelgästen und Besuchern der Hotellounge. Während der Barpianist leise spielt... Das Personal steht Ihnen zu Diensten und freut sich auf Ihren Besuch!
Konzept und Kuration: ohnetitel – Netzwerk für Theater- und Kunstprojekte
von und mit: Kunstschaffenden aus Stadt und Land Salzburg aus den Bereichen Theater, Film, bildende Kunst, Tanz, Medien, Musik, u.a.
TERMINE
24. - 31. März 2011 werktags ab 11:00 Uhr
Itzlinger Hauptstr. 6, 5020 Salzburg
GRAND HOTEL ITZLING. BROADWAY ITZLING __
eingereicht von ohnetitel – Netzwerk für Theater und Kunstprojekte
Die Idee der Transformation von an einem unmöglichen, von den Verkehrsströmen abgeschnittenen Ort gelegenen, leerstehenden Geschäftslokalen in ein fiktives Grandhotel ist ein Spiel mit Fakten und Fiktionen. Gerade der Stadtteil Itzling bietet sich hier als Projektionsfläche an. Die frühere Prachtstrasse, Verkehrsader und Flaniermeile fungiert mittlerweile nur noch als Nicht-Ort im urbanen Gewebe der Stadt. Gleichzeitig öffnen solche toten Peripherien jedoch auch Räume für Geschichte und Geschichten, für Erinnerungen und Erfindungen, sind Erinnerungsorte (jedoch ohne Gewähr auf "Wahrheit"). Die Funktion der Zimmer (als „Orte des Geschichtenerzählens“) sowie das Vorhaben, Erinnerungsbilder auf die Schaufenster zu projizieren, stellen hierbei auch Fragen nach der Verfügbarkeit von Erinnerungen an sich. Gibt es überhaupt einen direkten Zutritt zur Vergangenheit? Oder haben wir es hier nur mit Imaginationen (Projektionen im doppelten Sinn) zu tun? Hier exemplarisch als ironisches Spiel mit einem „Broadway Itzling“ bzw. einem „Walk of Fame“. Bei all dem spielt auch das Hotel-Motiv eine zentrale, konzeptionelle Rolle. Als Ort der Durchreise, des Transits steht es auch für die Möglichkeiten des Abtauchens, der heimlichen Treffen wie für Fremde, die an diesem Ort ins Gespräch kommen. Aber auch für einen (möglicherweise unheimlichen) Ort, den seine Gäste nur deshalb betreten, weil sie sich verirrt haben. Jurybegründung
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